Turnierdebüt für Emre Can


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Also doch. Gegen Gastgeber Frankreich gibt es wieder eine Überraschung. Denn Bundestrainer Joachim Löw setzt in Marseille im wunderschönen Vélodrome tatsächlich auf einen Turnier-Debütanten. Im defensiven Mittelfeld spielten nicht Toni Kroos und Bastian Schweinsteiger, sondern der Kapitän und Emre Can (22) in seinem erst siebten Länderspiel. Der Mittelfeldspieler des FC Liverpool ersetzte den angeschlagenen Sami Khedira. In der Abwehr setzt Löw gegen die starke Offensive der Franzosen auf die angestammte Viererkette. Den gelbgesperrten Mats Hummels vertritt nach seiner klasse Leistung gegen Italien wieder der Schalker Benedikt Höwedes, den Löw für seine Zweikampfstärke schätzt. Und Kroos? Der rückt in den vordersten Mannschaftsteil, in dem er mit Thomas Müller, Julian Draxler und Mesut Özil für Tore sorgen soll. Es kann losgehen. Vielleicht bringt Schiedsrichter Nicola Rizzoli Glück, der Italiener hatte vor zwei Jahren das WM-Finale in Brasilien geleitet.

 

Ein neuer Fan?


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Bislang war die kleine Mademoiselle eher amerikanischen Mädchen-Serien wie „Pretty Little Liars“ zugetan oder komischen Filmen mit Vampiren. Womöglich ändern sich ab und an nun ihre Sehgewohnheiten. Denn die Kleine war dabei bis zum schönen Ende: Deutschland gegen Italien, Viertelfinale, Elfmeterschießen. „War das spannend“, kommentierte die 13-Jährige den triumphalen Zittersieg. Heute Abend, 21 Uhr: Wir sind an Bord, Seite an Seite!

 

Grillen mit Grindel


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Reinhard Grindel, der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), fliegt am Freitag zurück nach Deutschland – egal wie das Halbfinale gegen Frankreich auch endet. Er ist am Samstag  Gast beim Verbandstag des Südwestdeutschen Fußballverbandes (SWFV) in Edenkoben. Dort wird Grindel schon am Freitag erwartet, verrät SWFV-Präsident Hans-Dieter Drewitz. Auf dem  Gelände der idyllisch gelegenen Sportschule in Nachbarschaft der Villa Ludwigshöhe ist ein Grillabend mit Grindel geplant. Am Samstag spricht er zu den  Delegierten,  fährt dann weiter zum Verbandstag des Badischen Fußballverbandes nach St. Leon-Rot. Und fliegt  zurück nach Paris – wenn die deutsche Mannschaft das EM-Finale  erreicht.

 

Kapitän an Bord


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Im Halbfinale der Fußball-Europameisterschaft kann Weltmeister Deutschland am Donnerstag  (21 Uhr) in Marseille gegen  Gastgeber Frankreich auf  Bastian Schweinsteiger setzten. Der Kapitän spielt. Die im Spiel gegen Italien erlittene Knieblessur ist behoben.  „Er wird auf jeden Fall beginnen“, sagte Bundestrainer Joachim Löw am Mittwochabend bei einer Pressekonferenz in Marseille: „Gerade in einem Hexenkessel wie hier ist seine Erfahrung enorm viel wert.“  RHEINPFALZ-Reporterin Christine Kamm  informiert in der Printausgabe ausführlich über die deutsche Mannschaft und die möglichen Lösungen nach dem Ausfall des gelbgesperrten Mats Hummels und der verletzten Sami Khedira und Mario Gomez.

 

 

Mein lieber Scholli …


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Mehmet Scholl, Ex-Nationalspieler und ARD-Experte, nach seinem Rundumschlag gegen DFB-Chefscout und Analytiker Urs Siegenthaler im Kreuzfeuer der Kritik, entschuldigte sich am Mittwochabend via ARD für seine Aussage. An seiner Kritik an der Taktik mit Dreier-Abwehrkette hielt Scholl fest. „Der flapsige Spruch war nicht angemessen. Den hätte ich mir besser  gespart“, sagte Scholl. Aber bei Spielen der deutschen Mannschaft sei er einfach sehr emotional. „Da hatte ich  Gehirnschluckauf“, übte   Scholl Selbstkritik. Bundestrainer Löw hatte  sich vor Siegenthaler gestellt. Scholl urteile, ohne Abläufe zu kennen, kritisierte  auch Teammanager Oliver Bierhoff. Mehmet Scholl bedauerte wohl Form und Wortwahl in Sachen Siegenthaler – an seinen kritischen Analysen will der ehemalige Bayern-Star aber festhalten. zkk

 

Mon Dieu, Merci, Pardon


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Der 7. Juli – klingelt’s? Nein? Ich helfe Ihnen weiter: kleines dickes Müller. Und –  immer noch nicht? Okay, ein letzter Tipp: München, 1974. Aber jetzt schnackelt’s, oder? Ja, genau: Deutschland wird durch ein 2:1 gegen die Niederlande zum zweiten Mal Fußball-Weltmeister.  Was ich damit ausdrücken oder mir einreden will: Dieses Datum ist ein gutes Omen für unsere Nationalkicker.

[Aktualisierung 8.7., morgens: Jetzt wohl nicht mehr.]

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Coleman, der Facharbeiter


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Außenseiter trifft Geheimtipp: Wales, die große Überraschung dieser EM, trifft am Mittwoch (21 Uhr) in Lyon im Halbfinale auf Portugal. Hinter dem Erfolg der Waliser steht und steckt mehr als nur der famose Top-Star Gareth Bale: Chris Coleman, der Trainer.

Coleman hat viel erlebt – den Suizid seines Vorgängers, seines besten Freundes. Coleman litt und leidet noch heute – er sitzt auf seinem Stuhl. Hat er  Schuld?

Coleman – der Facharbeiter begeistert. Und schwört: Niemals will er England trainieren. „Ich bin Waliser!“

Ein Porträt  eines außergewöhnlichen Menschen  lesen Sie in der Mittwochausgabe der RHEINPFALZ.

 

Schürrle hofft auf mehr


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Der Joker hofft auf mehr: André Schürrle hofft auf seinen Einsatz – im EM-Halbfinale am Donnerstag  (21 Uhr) in Marseille gegen Frankreich. Und möglichst auch am Sonntag — im Finale in Saint-Denis. RHEINPFALZ-Redakteurin Christine Kamm sprach am Dienstag mit dem gebürtigen Ludwigshafener über Frankreich, die EM und über seine Zukunft. Borussia Dortmund umgarnt den Wolfsburger  Angreifer. Das Interview mit André Schürrle erscheint in der Mittwochausgabe der RHEINPFALZ. zkk

 

,,Jogis“ Sängerknaben


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Die meisten Jungs mit Migrationshintergrund taten sich lange schwer, die deutsche Hymne vor den Länderspielen der deutschen Fußball-Nationalmannschaft zu singen. Schade eigentlich, wenn sie doch für Deutschland spielen. Miro Klose sang, andere nicht. Es hat sich geändert. Sami Khedira singt seit einiger Zeit. Und auch Jérôme Boateng ist unter die Sänger gegangen. Mesut Özil singt noch nicht. Oder ganz im Stillen. zkk